20. Januar 2012

Google Layout Algorithmus Update: ein neues Panda Update?

Google hat heute ein neues Update seines Such-Algorithmus bekannt gegeben. Wie Matt Cutts im Google Webmaster Central Blog bekannt gab, werde der neue Layout Algorithmus (Page layout algorithm improvement) nun den Content und die Gestaltung im sichtbaren Bereich (der ohne Scrollen zu erreichen ist = "above the fold") aller Websites neu bewerten.

So sites that don’t have much content “above-the-fold” can be affected by this change. If you click on a website and the part of the website you see first either doesn’t have a lot of visible content above-the-fold or dedicates a large fraction of the site’s initial screen real estate to ads, that’s not a very good user experience. Such sites may not rank as highly going forward.

Folgende Seiten sind also vom Layout Algorithmus Update betroffen:

  1. Seiten die nicht viel sichtbaren Content "above the fold" haben
  2. Seiten die einen hohen Anteil an Werbung "above the fold" ausweisen

Wie Matt Cutts ankündigt, sind ungefähr 1% aller Google Suchanfragen vom Layout Algorithmus Update betroffen. Da das Update im allgemeinen die User Experience und gleichzeitig die Search Qualität verbessern soll, kann das "Layout Update" in einer Linie mit den Panda Updates gesehen werden. Vermutlich hat Google also nur den Codenamen "Panda" für weitere Updates eliminiert. Es handelt sich damit wohl um ein neues Panda Update, das viele Seitenbetreiber mit schlechtem Content oder zu viel Werbung (im sichtbaren Bereich der ohne Scrollen erreichbar ist)  strafen und deprimieren wird.

Insgesamt wird damit die Search Quality sicherlich verbessert – es ist nur bedauerlich, dass Google selbst nicht diesen Algorithmus bzw. dessen Qualitäts-Maßstäbe bei sich selbst anwendet. Sucht man bei Google beispielsweise nach trafficintensiven Keywords wie PKV oder Tagesgeld, so ist ca. 90% des Bereiches "above the fold" mit Werbeanzeigen befüllt.

Wie sich Matt Cutts nun selbst attestiert:

That’s not a very good user experience.

Ein weiterer interessanter Hinweis findet sich in dem Blog Artikel, der auf Googles internes Browser Size Tool Bezug nimmt. Dieses Tool ist nützlich, die eigene Website in verschieden Seitengrößen und -auflösungen zu betrachten, um damit den eigenen Content im sichtbaren Bereich "above the fold" zu bewerten. Ist dieser ausschließlich mit Bildern oder Werbebannern besetzt, sollte schnell gehandelt werden.

Natürlich variiert die Seitenauflösung je nach Computer und Gerät. So werden iPads sicherlich nur einen kleineren Seitenbereich darstellen als ein iMac mit 27 Zoll Bildschirmdiagonale. Es ist daher davon auszuegehen, dass der neue Google Layout Algorithmus die Suchergebnisse dynamisch nach Bildschirmauflösung ausgeben wird. Bietet eine Website nur mediokren Content im sichtbaren Bereich eines iPad, wird diese Seite für iPads schlechter ranken als für Geräte mit höherer Auflösung. Das heißt unter Umständen wird eine Website unter dem selben Suchbegriff auf verschiedenen Computern mit verschieden Bildschirmauflösungen unterschiedlich in den Google Suchresultaten abschneiden.

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Autor: Tassilo Keilmann am 20.01.2012 um 09:17

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